smaboo macht Politik
Veröffentlicht von Robert um 20:19 Uhr
Während sich die Menschen in Deutschland noch mehr oder weniger herzlich über die neue schwarz gelbe Regierung freuen, wird es in Genf in den nächsten Tagen ernst, wenn es wieder heißt: Zu den Wahlurnen bitte.
Die Kantonswahlen stehen an und smaboo steckt mitten drin!
Mit einer außergewöhnlichen Kampagne unterstützten wir in den letzten Monaten die Partei der Genfer Liberalen im Wahlkampf um die beliebte Wählergunst. Eine derartige Wahlkampfführung ist in Europa etwas völlig neues gewesen, weshalb das “cominmag” Magazin bereits in einem Artikel in höchsten Tönen schwärmte und uns dementsprechend quasi ein Arbeitszeugnis mit der Note “1 mit Sternchen” ausstellte.
Alles begann an einem warmen Maitag mit einer schlichten Facebook Page zum naheliegendsten aller menschlichen Themen: Wünsche! Denn um nichts anderes sollte es während des Programms gehen, außer um die Wünsche und Bedürfnisse der Einwohner Genfs. Parallel dazu ging die eigentliche Kampagnenwebsite online:
“Gebaut nach den Regeln des Marketings 2.0, ist die Kampagnenwebsite eine Art Blog, der den Kandidaten ermöglicht ihre Ideen und das Programm zu präsentieren. Die Neuheit ist, dass diese Plattform Zugang zu einem interaktiven Raum gibt, wo jeder seinen Gesichtspunkt zu spezifischen Themen darstellen kann.”
Neben diesen und weiteren Online-Aktivitäten, unter anderem eigene Facebook-Applications und eine parteibezogene Fanpage, versuchte man vor Ort Probleme aufzuzeigen, mit denen man sich als Partei befassen möchte und muss.
So wurden, um das Problem der Wohnungsknappheit aufzuzeigen, 4 Bushaltestellen zu Wohnräumen umgeschmückt oder Menschen, die im alltäglichen Verkehrschaos feststeckten mit Essen und Trinken versorgt. Durch diese zusätlichen Aktivitäten gelang es gerade die jungen Menschen für die Politik zu sensibilisieren und zu aktivieren, sodass die Zusammenarbeit von smaboo und der PLG (Liberale Partei Genf) nicht nur dank des beinahe adelnden Vergleichs zum Obama-Wahlkampf in den USA (siehe Artikel cominmag Sept.2009) als Erfolg angesehen werden kann.
“In Zeiten der Krise muss man das Beste aus den Dingen machen!”
Dies ist smaboo mit ihrem Beitrag zum Genfer Politikgeschehen gelungen, denn der Einsatz von Social Networks, verkleideten Bushaltestellen oder nicht zuletzt die eingesetzten Botschafter lassen vom Regen und von Graffitis gezeichnete Wahlplakate mit inhaltslosen Gesichtern und den passenden Phrasen dazu mehr als alt aussehen. Besonders für junge Leute, die der angestaubten Politik immer seltener etwas abgewinnen können.
Nun heißt es Daumen drücken für den 11. Oktober…